Aminosäuren

Wir kennen Aminosäuren vielleicht besser als ‚Eiweiss’ oder ‚Protein’, deren Grundbestandteile die Aminosäuren sind. Das über die Nahrung aufgenommene (pflanzlichen und tierischen Eiweißstoffe) Protein (enthalten vershiedene Aminosäuren) wird dabei im Magen-Darm-Trakt in Aminosäuren zerlegt.

Von dort aus gelangen sie zur Leber, die sie weiter an die Körperteile schickt, von denen sie benötigt werden. Dort werden sie wieder zu neuen Proteine zusammen gesetzt (wenn mehrere Aminosäuren zusammen geknüpft sind nennt man es Proteine). Fehlt eine Aminosäure für die benötigte Struktur, so kann das entsprechende Protein nicht gebildet werden.

Ein Großteil unserer Zellen, Muskeln und unseres Gewebes besteht aus Aminosäuren. Aminosäuren verleihen der Zelle nicht nur Struktur, sondern sind darüber hinaus für den Transport und die Speicherung von Nährstoffen aller Art von zentraler Bedeutung. Aminosäuren beeinflussen die Funktionen von Organen, Drüsen, Sehnen und Arterien.

Sie sind unentbehrlich bei der Wundheilung und Wiederherstellung von Gewebe, insbesondere Muskeln, Knochen, Haut und Haaren sowie der Behebung negativer Auswirkungen, die in Zusammenhang mit Stoffwechselstörungen aller Art stehen.

Es gibt über 200 Aminosäuren, 20 von ihnen sind Bestandteile der Proteine und damit die verbreitesten Naturstoffe.

Ich möchte hier nicht die proteinbildenden Aminosäuren als essentielle und nichtessentielle Aminosäuren, wie es bei den meisten Websiten ist, diferenzieren. Denn in bestimmten Lebenssituationen können normal nicht essentielle Aminosäuren essentiel werden.

Bis auf wenige Ausnahmen setzen sich alle bekannten Proteine aus nur zwanzig Aminosäuren zusammen. Vor 25 Jahren wurde eine einundzwanzigste Aminosäure entdeckt und vor zehn Jahren eine zweiundzwanzigste, das Pyrrolysin.

Die Komplexität und Vielzahl an Proteinen ist groß, allein im menschlichen Körper gibt es mehr als 100.000 verschiedene. Sie alle jedoch setzen sich aus nur zwanzig verschiedenen Aminosäuren zusammen. Nur sehr wenige, hochspezialisierte Proteine enthalten zusätzlich noch Selenocystein, die 1986 entdeckte und sehr selten vorkommende 21. Aminosäure und 22. Aminosäure das Pyrrolysin.

Vorkommen: Eiern, Fleisch, Fisch, Soja, Hülsenfrüchten und Milchprodukten enthalten. Unter den Pflanzen sind Sojabohnen, Getreide und Hülsenfrüchte besonders eiweißreich.


(C) 2011 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken