Vitamine

Allgemein

Die meisten Vitamine sind für lebenswichtige Stoffwechselfunktionen zuständig. Unser Körper kann die meisten Vitamine (Vitamin D und Vitamine K wird im Körper hergestellt) nicht selbst herstellen, sondern muss sie aus der Nahrung aufnehmen. Eine vitaminreiche Ernährung ist also sehr wichtig, um gesund zu bleiben.

Also kurz erklärt, Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht selbst bilden kann.

Daher ist eine abwechslungsreiche Ernährung der wichtigste Schritt, um den Körper gut mit Vitaminen zu versorgen.

Aber ACHTUNG!

Ich denke dass die gut gemeinten Angaben von Nährstofftabellen nicht so genau sind, sie treffen nicht auf jede Kiwi und jede Paprika gleichermaßen zu.

Tatsächlich enthaltene Vitaminmenge hängt davon ab,
•wie sie behandelt wurden
•wie reif sie sind
•wie sie gelagert werden
•wie sie zubereitet werden
•Temperatur
•Licht, …

Man sollte immer bedenken dass Vitamine gegenüber äußeren Einflüssen empfindlich reagieren. Negativ wirkt sich auch eine Verarbeitung aus, wenn z. B. die besonders vitaminreichen Teile des Lebensmittels entfernt werden.

Haltbarkeit im Alltagsgebrauch: Längeres Kochen, Sauerstoff und Licht zerstören die Vitamine. Bei gewöhnlichem Kochen sinkt der Vitamingehalt etwa um mindestens 30%.
Vitaminmangel:

Ursachen für das Entstehen von Vitaminmangel ist häufig die Fehl- oder Unterernährung, wenn bestimmte Krankheiten vorliegen (z. B. Darmerkrankungen), Menschen, die unter viel Stress leiden, Alkoholiker und Raucher, wenn Medikamente eingenommen werden und besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit sind eine ausgewogene Ernährung und die Versorgung mit ausreichend Vitaminen sehr wichtig, da sowohl das Baby als auch der veränderte Hormonhaushalt dem Körper einiges abverlangen.
Natürlichen und chemischen Vitaminen

Also wir sollten nicht vergessen dass Synthetische Vitamine in Labors (wie z. B. Vitamin B6 aus Hefe, Vitamin E aus Weizenkeimen oder Vitamin C aus der Acerolakirsche) produziert werden und natürliche Vitamine stammen aus Lebensmitteln.

Natürliche Vitamine enthalten neben dem jeweiligen Vitamin weitere Nährstoffe (z. B. Flavonoide die auch für unseren Organismus wichtig ist). Die in Labors produzierten Vitaminen nicht vorkommen. Es ist nicht der Einzelstoff, der gut für die Gesundheit ist, sondern das Zusammenwirken vieler Pflanzenstoffe.

Vorteile der Naturprodukte:
- Bessere Aufnahmebedingungen (bis zu 90%)
- Wirkverstärkung durch Pflanzenbegleitstoffe
- Keine unkalkulierbaren Nebenwirkungen
- Keine allergischen Reaktionen
- Gute Verträglichkeit

Beispiel:
Vitamin-C, ist in sich chemisch identisch, nicht jedoch das in der Natur vorkommende Vitamin-C-Komplex, mit sämtlichen Vorstufen, Zwischenstufen und Abbaustufen. Darüber hinaus enthält das Naturprodukt pflanzliche Enzyme zur Ausbildung der Vitamine, die die Verträglichkeit verbessern, die Wirkdauer verlängern und auch die Aufnahmefähigkeit erhöhen.

Nährstoffe entfalten ihre biologische Wirkung im Körper immer nur im Zusammenspiel mit und in Abhängigkeit von anderen Nährstoffen. Dies ist nur bei komplexen Pflanzenstoffen gegeben!

Wirkung: Vitamin C im pflanzlichen Nährstoffumfeld wird besser aufgenommen und langsamer verbraucht. Dieser Umstand ist besonders wichtig, da Vitamin C einem zeitlichen Gefälle unterliegt.

Provitamine
sind Vitaminvorstufen, die der Organismus in die entsprechenden Vitamine umwandelt. Der Körper stellt nur die Menge an Vitamine her, die der Stoffwechsel gerade benötigt. Ein Beispiel ist Beta-Carotin(Pflanzenfarbstoff), das im Körper in Vitamin A umgebaut wird. Beta-Karotin ist vor allem in roten und orangefarbenen Früchten und Gemüsen wie Tomaten oder Möhren enthalten.

Ein anderes wichtiges Provitamin ist das Provitamin D. Es wird in der Haut durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts aktiviert und in mehreren Schritten zu Vitamin D umgewandelt.



Fettlösliche Vitamine
Vitamin A (Retinol)
Vitamin A ist wichtig für die Funktion und den Schutz von Haut, Augen, Schleimhäuten Immunsystem, Haut, Blutkörperchen, Wachstum; antioxidativ.

Vorkommen: Es kommt in tierischen Lebensmitteln wie Fisch, Milch, Eigelb und Leber vor. In gelbem und orangefarbenem Obst und Gemüse ist eine Vorstufe des Vitamins A enthalten, das Provitamin A oder Betacarotin. Diese Vorstufe kann der Körper selbst in Vitamin A umwandeln, wenn gleichzeitig ein fetthaltiges Lebensmittel verzehrt wurde (zum Beispiel eine Möhre und eine Scheibe Brot mit Frischkäse).

Mangelerscheinung: Vitamin A kann unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemwegserkrankungen und Sehschwächen auslösen.

Empfohlene Tagesdosis 800 µg


Vitamin D (D2/D3 Ergocalciferol/ Cholecalciferol)
Vitamin D regelt den Calcium- und Phosphathaushalt und ist somit für gesunde Knochen und Zähne besonders wichtig.

Vitamin D wird zum einen durch die Nahrung aufgenommen, es findet sich zum Beispiel in Eigelb oder fettreichem Seefisch, wie Lachs, Hering und Makrele, Leber, Pilze etc.. Zum anderen wird Vitamin D unter der Einwirkung von Sonnenlicht vom Körper selbst gebildet. Täglich 10 bis 15 Minuten Aufenthalt im Freien in einer Zeit von 10 bis 15 Uhr tragen deshalb wesentlich zur Vitamin D-Versorgung bei.

Vitamin D hat beim älteren Menschen aber noch eine weitere ganz wichtige Funktion. Es stärkt auch die Muskelkraft und fördert zugleich die neuromuskuläre Koordination, d.h. die Umsetzung der Nervenimpulse auf den Muskel.

„Vitamin D wirkt im Hinblick auf die Knochengesundheit als wichtiger Helfer für den Mineralstoff Calcium: Es hat eine zentrale Bedeutung beim Knochenaufbau und bei der Regulierung der Calciumspiegel im Blut. Vitamin D erhöht z. B. die Calciumaufnahme aus dem Darm und fördert den Einbau von Calcium in den Knochen („Knochen-Mineralisation“).

Vitamin D und Fett: Fett, das in Depotfett umgewandelt wird, dient dem Körper als Energiereserve und als Wärmeschutz. Diese „Isolierschicht“ wird unter der Haut eingelagert und trägt die Vorstufen von Vitamin D, welche durch UV-Licht in die aktive Vitaminform umgewandelt werden.

Mangelerscheinung: Auf Dauer kann ein Vitamin D-Mangel zu einer Knochenerweichung führen, die bei Kindern als Rachitis und bei Erwachsenen als Osteomalazie bezeichnet wird. Außerdem gilt ein Vitamin D-Mangel als wichtiger Risikofaktor für Osteoporose und ist offenbar auch an der Entstehung zahlreicher weiterer Erkrankungen (z. B. Infektionskrankheiten) beteiligt.“

Mangelerscheinungen: Rachitis, Ostemalazie, Osteoporose. Mangelerscheinungen bei Babys können zur früher häufigen Knochenkrankheit Rachitis führen.

Empfohlene Tagesdosis 5 µg


Vitamin E (Tocopherol)
Vitamin E ist wichtig für das Immunsystem, Keimdrüsen und wirkt entzündungshemmend. Es verhindert den Abbau der Vitamine A und D durch Oxidation, so dass es auch als Antioxidans bezeichnet wird.

Vorkommen: Vitamin E kommt in pflanzlichen Ölen(Weizenkeimöl, Sonnenblu-menöl), Vollkornprodukten, Nüssen, Geitreidekeime, Haselnüsse etc.. vor.

Mangelerscheinungen: Konzentrations- und Muskelschwäche und eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen.

Empfohlene Tagesdosis 12mg


Vitamin K (K1/K2 Phyllochinon Menachinon)
Vitamin K ist für die Blutgerinnung und Knochenbildung erforderlich.

Neugeborene erhalten in den ersten Lebenstagen vorsorglich eine Dosis Vitamin K um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Vorkommen: Vitamin K findet sich in Eiern, Getreideprodukten und vielen Gemüsesorten, z.B. Brokkoli, Spinat, Weisskohl, Blumenkohl, Tomaten, Erbsen, Sauerkraut, Hülsen-früchte, Hähnchenfleisch, Leber etc.

Durch die geringe Sauerstoff- und Hitzeunempfindlichkeit des Vitamin K wird es beim Kochen kaum zersetzt. Bei der Lagerung ist jedoch darauf zu achten, dass die Lebensmittel vor Licht geschützt sind, da das UV-Licht das Vitamin zersetzt.

Mangelerscheinungen: Ein Mangel an Vitamin K kann zu starken Blutungen auch bei kleinsten Verletzungen führen.

Empfohlene Tagesdosis 75 µg



Wasserlösliche Vitamine
B1 (Thiamin)
Dieses Vitamin benötigt der Organismus, um den Zucker- und den Fettstoffwechsel zu regulieren (Kohlenhydrate und Alkohol abzubauen und daraus Energie zu gewinnen).

Vorkommen: Die wichtigsten Vitamin-B1-Lieferanten sind Reis und Getreide in ungeschältem Zustand. Weiterhin kommt das Vitamin in Schweinefleisch, Leber und verschiedenen Fischsorten vor. Gute pflanzliche Thiamin-Lieferanten sind Kartoffeln, Hülsenfrüchte und verschiedene Hefeprodukte.

Mangelerscheinungen: Die Symptome dieser Krankheit, die heute noch in vielen Entwicklungsländern auftritt, reichen von Teilnahmslosigkeit bis hin zu Nervenlähmungen, Muskelfehlfunktionen, Appetitmangel, Magenschmerzen, Verstopfung oder Störungen des Herz-Kreislauf-Systems.


Vitamin B2 (Riboflavin)
Unterstützt die Umwandlung von Eiweißen, Fetten und Kohlehydraten im Stoffwechsel. Die daraus freiwerdende Energie steht für Wachstumsprozesse und andere Vorgänge im Organismus zur Verfügung. Vitamin B2 spielt unter anderem beim Muskelaufbau, bei der Bildung der Stresshormone, für die Schilddrüse, die Augen und die Sehschärfe sowie in der Hautpflege eine wichtige Rolle.

Vorkommen: Sie finden es vor allem in Fisch, Muskelfleisch, Leber, Geflügel, Broccoli, Spargel, Spinat, Weizenkeimen, Hühnerei und Kuhmilch, Parmesankäse und Champignons.
Ein ausgezeichneter Vitamin-B2-Lieferant ist Hefe, die als Bierhefe oder Hefepaste eingenommen werden kann.

Mangelerscheinungen: Erste Anzeichen hierfür sind trockene und oftmals entzündete Haut, brennende und juckende Augen - häufig mit Lichtscheu verbunden - sowie spröde Lippen und Mundwinkelrisse.


Vitamin B3 (Niacin)
Das Vitamin ist im Körper für viele Vorgänge zuständig. Wie viele andere Vitamine spielt es eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel für die Umsetzung von Eiweiß, Fett und Kohlehydraten. Dabei unterstützt es die Energiegewinnung. Es entsteht auch durch Spaltungsreaktionen im Darm. Im Darm wird Nicotinamid in Nicotinsäure umgewandelt, so dass vor allem Nicotinsäure ins Blut gelangt und zur Leber transportiert wird.

Vorkommen: Niacin steckt in vielen Lebensmitteln – vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch und Innereien. Besonders in Rinder- oder Schweineleber kommt es reichlich vor (Achtung: Schwangere sollten vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel besser keine Leber essen, da Sie auch große Mengen an Vitamin A enthält!).

Mangelerscheinungen: Eine zunehmende Unterversorgung mit Vitamin B3 führt zu Appetitlosigkeit und allgemeiner Schwäche. Als Folge einer dauerhaft einseitigen, niacinarmen Ernährung mit unbehandelten Mais- oder Hirseprodukten – verursacht ein Niacin-Mangel die Krankheit Pellagra. Typische Symptome werden unter den "3 D's" Dermatitis (Entzündung der Haut), Diarrhoe (Durchfall) und Demenz zusammengefasst.

Empfohlene Tagesdosis bei Frauen: 13 mg und bei Männer: ca. 17 mg


Vitamin B5 (Pantothensäure)
Seine Hauptaufgabe besteht in der Unterstützung der Eiweiße (Enzyme), die an den Stoffwechselprozessen beteiligt sind, außerdem hat Vitamin B5 einen Anteil an der Bildung von Fettsäuren und Cholesterin. Es repariert geschädigte Zellen, sichert Nerven- und Verdauungsfunktionen und verhindert die Verklumpung von roten Blutkörperchen.

Vorkommen: Das Vitamin B5 findet sich in nahezu allen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln in unterschiedlichen Konzentrationen. Besonders gute Lieferanten sind: Leber (Kalb, Schwein, Rind), Fisch (Hering), Hühnerei, Vollkornprodukte (Weizen, Haferflocken, Reis), auch Obst und Gemüse, Milch und Bierhefe und alle Innereien liefern Vitamin B5.

Mangelerscheinungen: Veränderungen der Schleimhaut im Magen-Darm-Trakt sind möglich. In schweren Fällen: Hochrote und geschwollene Zunge, Durchfall, Erbrechen, Schwindel, Depression und Verwirrung.

Empfohlene Tagesdosis Frauen 15 mg, Männern 18 mg.


Vitamin B6 (Pyridoxin)
Vitamin B6 spielt eine zentrale Rolle im Eiweiß-Stoffwechsel. Es ist beteiligt an Abbau und Neubildung von Eiweißbausteinen, den Aminosäuren.

Vorkommen: Vitamin B6 kommt zusammen mit anderen B-Vitaminen in vielen Lebensmitteln vor, insbesondere in tierischen Nahrungsmitteln sind die Konzentrationen hoch: Innereien und bestimmte Fischsorten (Makrelen, Sardinen) sind besonders gute Vitamin B6-Lieferanten. In pflanzlichen Lebensmitteln findet sich das Vitamin in Kartoffeln, Obst, Gemüse und Getreide.

Mangelerscheinungen: Schlechte Haut, wunde Mundwinkel, Darmbeschwerden, Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und Anfälligkeit für Infektionen können Auftreten. In schweren Fällen kann es zu Eisenmangel kommen.

Empfohlene Tagesdosis 1,2 bis 1,6 mg am Tag. In Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf um 50 Prozent. Besonders Frauen, die vorher die Pille genommen haben, haben dann häufig zu wenig Vitamin B6, weil die Pille die Ausscheidung erhöht.


Vitamin B7 (Biotin)
Das Biotin ist vor allem durch seine positive Wirkung auf schöne und gesunde Haut und kräftige Haare bekannt. Wie alle B-Vitamine ist es an vielen Stoffwechselfunktionen beteiligt, so sorgt das Vitamin B7 zum Beispiel dafür, dass das Blut mit ausreichend Zucker versorgt wird, indem es einen bestimmten Prozess im Körper unterstützt, trägt zum Wachstum von Nervenzellen, Talgdrüsen und Blutzellen bei.

Vorkommen: Besonders hohe Dosen finden sich in Rinderleber und –Nieren, aber auch Sojabohnen, Milch- und Milchprodukte, Eier, Bananen, Spinat oder Tomaten sind gute Biotin quellen.

Mangelerscheinungen: Äußert sich zum Beispiel in Hautentzündungen, Übelkeit, Haarausfall, Herzstörungen oder auch Depressionen.

Besonderheit Rohes Eiweiss stört die Aufnahme von Biotin. Daher kann es zu Biotinmangel kommen, wenn man viel rohes Eiweiss zu sich nimmt.

Empfohlene Tagesdosis 100-200 ug


Vitamin B9 (Folsäure)
Es ist im Stoffwechsel für die Synthese von Bestandteilen der DNA und RNA sehr wichtig, sowie für die normale Bildung der roten Blutkörperchen.

Vorkommen: Dunkelgrünes Blattgemüse und Salat, Orangen, Hülsenfrüchte (Bohnen und Erbsen), Hefe

Mangelerscheinungen: Ein Folsäure-Mangel tritt relativ häufig auf. Daher wird diskutiert, ob Folsäure dem Mehl zugefügt werden soll. In manchen Ländern (z.B. USA) ist dies schon gesetzlich vorgeschrieben.

•Blutarmut,
•Immunschwäche,
•Störung des Nervensystems,
•Unfruchtbarkeit
•Missbildungen des Neuralrohres (Spina bifida, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte)
Vitamin B12 (Cobalamin)

Beteiligt bei der Energiespeicherung von Muskeln. Zudem aktiviert es das Vitamin Folsäure und spielt bei der Weitergabe von Erbinformationen eine Rolle, fördert die Zellteilung und ist verantwortlich für die Bildung der roten Blutkörperchen und den Bau der Nervenfasern.

Bestimmte Medikamente gegen Diabetes (Biguanide), die Pille und Zigarettenrauch verschlechtern die Vitaminverwertung aus der Nahrung. Auch Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf (3,5 bzw. 4,0 mg).

Vorkommen: Lediglich in Sauerkraut und Sanddorn finden sich Spuren des Vitamins. Veganer – Personen, die komplett auf tierische Produkte in der Nahrung verzichten, haben Mangelerscheinungen. Besonders hohe Vitamin-B12- Konzentrationen finden sich in Rinder- und Kalbsleber, Schweineleber, Kaninchen, Fisch (Hering, Forelle), Schweinefleisch und Ei.

Mangelerscheinungen: Möglich sind: Blutarmut, weiße Lippen, Zungenbrennen, gelbe Schleimhäute, Magendrücken, Nervenstörungen und Gedächtnisschwäche. Strenge Vegetarier sind stärker gefährdet.

Empfohlene Tagesdosis: Empfohlen werden 3 Mikrogramm pro Tag


Vitamin B15 (Pangamsäure)
Verbessert die Sauerstoffversorgung, regeneriert und entspannt die Muskeln nach physischer Anstrengung, senkt den pH-Wert im Blut und unterstützt die Lebertätigkeit bzw. das Immunsystem. Verbessert die Sauerstoffversorgung im ganzen Körper.

Ebenso wird die Ausscheidung giftiger Abfallstoffe unterstützt, was in der Behandlung aller chronischen Leiden, auch bei Krebs, essenziell ist. Besonders im Kontext einer Krebstherapie ist es als interessant einzustufen, da Krebszellen keinen Sauerstoff mögen. Vitamin B15 stellt somit einen Feind für Krebs dar.

Vorkommen: Quellen für Pangamsäure sind vor allem Bierhefe, Reiskleie, Aprikosenkerne, Erbsen, unpolierter Reis, Vollkorn, Kürbiskerne, Sesamsaat.

Bei zusätzlichem Verzehr mit Vitamine A und E kann die Wirkung noch gesteigert werden.

Achtung Bei Personen mit bekanntem Bluthochdruck sollte Vitamin B15 nicht zugeführt werden. Darüber hinaus sollte in der Schwangerschaft und Stillperiode Vitamin B15 nicht eingenommen werden und bei Kindern nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Mangelerscheinungen: nicht bekannt


Vitamin B 17 (Laetrile bzw. Amygdalin)
Wird von alternativen Krebsmedizinern und Laetrile-Forschern als „natürliches Chemotherapeuti- kum" tituliert, das in über 1200 essbaren Pflanzen - vor allem in bitteren Aprikosenkernen - vorkommt.

Vorkommen: Auch in den Kernen von Pfirsichen, Nektarinen, Kirschen, Pflaumen, wilde Brombeeren, Zwetschgen oder Äpfeln ist es enthalten. Ebenso in Buchweizen, Hafer, Hirse, Macadamianüssen, Broccoli, Spinat, Bambussprossen, Blumenkohl, Linsen, Leihnsamen oder Erbsen.


Vitamin C (Ascorbinsäure)
Unter dem Namen Ascorbinsäure ist Vitamin C in vielen Lebensmitteln zugesetzt, hat im Körper viele Aufgaben. Zum einen wirkt es im Stoffwechsel und unterstützt die Bildung von Bindegewebe, Zähnen, Zahnfleisch und Knochen, zum anderen ist Vitamin C ein unverzichtbarer Baustein für ein starkes Immunsystem und lässt Wunden schneller heilen.

Vorkommen : Zitrusfrüchte (z. B. Orangen, Grapefruits, Zitronen), grüner Tee, Erdbeeren, Tomaten, Brokkoli, Acerola-Kirsche, Hagebutten, Sanddorn, Jagdwurst,
Johannisbeeren, Blattpetersilie, Paprika, Blumenkohl und viele andere Obst- und Gemüsesorten.

Mangelerscheinungen: Kompletter Vitamin C-Mangel führt bereits nach rund vier Monaten zum Tod durch Skorbut. Die Symptome in der Reihenfolge ihres Auftretens sind: Müdigkeit, verschlechterte Wundheilung, Nasenbluten, Zahnfleisch schwillt an und die Zähne fallen aus.

Empfohlene Tagesdosis: liegt bei 90 mg



Nahrungergänzungsmittel

Rechtlich sind sie keine Arznei, sondern Lebensmittel, die dazu bestimmt sind, die normale Ernährung zu ergänzen, sie müssen kein Zulassungsverfahren durchlaufen. Die Hersteller müssen weder die Wirksamkeit durch Studien nachweisen, noch wird untersucht, ob das, was verkauft wird, Nebenwirkungen hat. Der Käufer kann folglich nicht sicher sein, ob es sich um ein "sinn- oder wertvolles Lebensmittel" handelt, betont das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): "Nahrungsergänzungsmittel können auch dann auf dem Markt angeboten werden, wenn ihr ernährungsphysiologischer Wert fraglich ist."

Nicht immer ist eine Nahrungsergänzung sinnvoll. Eine Überdosierung oder falsche Kombination von Präparaten könnte womöglich mehr schaden als nutzen. Für Schwangere gelten die Empfehlungen des Frauenarztes.

Hier ein Interview mit Prof. Dr. Burkhard Göke:

Frage: Immer mehr Menschen nehmen täglich sogenannte Nahrungsergänzungsmittel. Ist das ein Trend, der Ihnen Angst macht?

Prof. Dr. Burkhard Göke: Ja, das macht mir tatsächlich Angst. Der Grund dafür ist vor allem, weil immer mehr gesunde Menschen zu solchen Produkten greifen, meistens, um im Alltag leistungsfähiger zu sein. Sowohl Werbung und Einnahmen der Hersteller als auch die Gutgläubigkeit der Verbraucher haben in letzter Zeit massiv zugenommen. Viele gesunde Menschen hören oder sehen die vielversprechenden Wirkungen verschiedener Nahrungsergänzungsmittel, gehen nach Hause und bestellen einfach die Präparate, von deren Werbeversprechungen sie am meisten angesprochen werden. Es gibt kaum die Auseinandersetzung mit Inhaltsstoffen, Herkunft oder möglichen Nebenwirkungen. Auch auf den Rat eines Arztes wird ganz verzichtet.

Frage: Gehen die Menschen, die Sie gerade beschreiben, fahrlässig mit ihrer Gesundheit um, obwohl ihre Absicht das genaue Gegenteil ist?

Auf jeden Fall, denn es gibt genug Beispiele, bei denen Nahrungsergänzungsmittel zu lebensbedrohlichen Zuständen geführt haben. So belasten zum Beispiel zu viele fettlösliche Vitamine über einen langen Zeitraum eingenommen die Nieren. Aber auch eine relativ kurze Einnahme von zu viel Vitamin A kann schon zu Übelkeit, Kopfschmerzen und
Haarausfall führen.

Gibt es überhaupt Menschen, für die Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind?

In Deutschland ist es so, dass gesunde Menschen, die eine gesunde Mischkost zu sich nehmen, keine Nahrungsergänzungsmittel benötigen. Es gibt allerdings bestimmte Risikogruppen bei Kindern und Heranwachsenden, Schwangeren und Stillenden, Vegetariern oder diäthaltenden Menschen, Senioren und Alkoholabhängigen, für die es bestimmte ergänzende Präparate gibt, die allerdings vom Arzt verordnet werden sollten.“